Titel: Swimming PoolLand: F
Original Titel: Swimming PoolJahr: 2003
Alternativ Titel: nicht vorhanden Länge: 102 min
Ö-Kinost.: 2003-09-05
Genre: Krimidrama 
Regie: François Ozon: Unter dem Sand8 Frauen5x2 (Fünf mal Zwei)Zeit die bleibt, DieAngel - Ein Leben wie im Traum
Darsteller: Charlotte Rampling: DeceptionBabylon A.D.Angel - Ein Leben wie im TraumBasic Instinct - Neues Spiel für Catherine TramellStatement, TheUnter dem Sand
Ludivine Sagnier: Zweigeteilte Frau, DiePeter Pan8 Frauen
Charles Dance: Dark Blue WorldAli G. Indahouse
Marc Fayolle: 
Jean-Marie Lamour: 
 
Inhalt:

Sarah Morton (RAMPLING) ist eine erfolgreiche Autorin von Kriminalromanen. Um ihre Schreibblockade zu bekämpfen, begibt sie sich auf den Landsitz ihres Verlegers John Bosload (DANCE) nach Südfrankreich, um dort ihre Batterien wieder aufzuladen. Rund um den Pool auf dem Landsitz spielen sich aber bald wilde Szenen ab, in deren Mitte die Tochter des Verlegers, Julie (SAGNIER), steht...

Kritik:

Nach dem ausgezeichneten „8 Frauen“ war die Vorfreude auf Francois Ozons nächsten Film besonders groß. Und tatsächlich schaffte es „Swimming Pool“ in Cannes 2003 in den Wettbewerb um die „Goldene Palme“ aufgenommen zu werden. Dort musste er sich dann allerdings Gus Van Sants „Elephant“ geschlagen geben.

Leider kann „Swimming Pool“ die an ihn gestellten hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Zum einen ist die Kriminalgeschichte viel zu einfach gestrickt. Es gibt eigentlich gar nichts zum Rätseln – die Handlung liegt stets völlig aufgedeckt vor dem Zuschauer. Zum anderen wird, besonders am Anfang, viel zu langatmig erzählt. Der Film verzettelt sich damit zu zeigen, wie Sarah Morton von London in die französische Provinz geht und dort zu schreiben beginnt. Es dauert ewig bis endlich einmal etwas passiert...

Irgendwie glaubt man fast, dass Ozon der irrigen Auffassung erlegen wäre, Sagniers nackter Körper würde den Film alleine tragen. Zugegeben, die 23-Jährige hat einiges zu bieten und es macht nicht nur den männlichen Zuschauern einigen Spaß, das Mädchen den halben Film hindurch zu begleiten, wenn die Kamera langsam über ihre entblößte Haut streift. Das reicht aber als Konzept nicht aus. Auch der Anblick von Ramplings nacktem Körper (der für eine bald 60jährige Frau immer noch sehr ansehnlich ist) gegen Ende des Film, wirkt mutwillig und unnötig. Gott sei Dankt kennt der Regisseur die feinen Grenzen zwischen erotischem Krimi und Softporno genau und kriegt damit jedes Mal noch haarscharf die Kurve.

„Swimming Pool“ ist für Cineasten und Francofile durchaus interessant. Für den normalen Zuseher aber weniger zu empfehlen.

Wertung: 6 von 10