Titel: Long Walk HomeLand: AUS
Original Titel: Rabbit-Proof FenceJahr: 2002
Alternativ Titel: nicht vorhanden Länge: 94 min
Ö-Kinost.: 2003-06-27
Genre: Abenteuerdrama 
Regie: Phillip Noyce: Knochenjäger, DerStille Amerikaner, Der
Darsteller: Everlyn Sampi: 
Tianna Sansbury: 
Laura Monaghan: 
Jason Clarke: Death Race
Kenneth Branagh: Wannseekonferenz, DieOperation Walküre - Das Stauffenberg-AttentatHarry Potter und die Kammer des SchreckensWeg nach El Dorado, Der
 
Inhalt:

Konsequent verfolgt der Chief Protector of Aborigines, A.O. Neville (BRANAGH), die australische Rassenpolitik. Ziel ist, routinemäßig alle Mischlingskinder von ihren Eltern zu trennen, um sie in staatlichen Heimen zu englisch sprechenden Hausangestellten und Farmarbeitern umzuerziehen. In der dritten Generation nach Verheiratung mit Weißen, merkt man ohnehin nichts mehr von deren Wurzeln. Opfer dieser Politik werden auch die 14jährige Molly Craig (SAMPI), ihre jüngere Schwester Daisy (SANSBURY) und ihre Cousine Gracie (MONAGHAN). Gewaltsam werden sie von ihren Müttern getrennt und in das 1500 Meilen entfernte Camp Moore River verschleppt. Doch sie brechen aus um sich auf den Weg nach Hause nach Jigalong zu machen – verfolgt von der Polizei und dem erbarmungslosen Spurensucher Moodoo (GULPILIL)...

Kritik:

Daß der Australier Phillip Noyce es wie kein anderer versteht, Spannung zu erzeugen, weiß man nicht erst seit „Der stille Amerikaner“. Vor über 10 Jahren schon, machte er sich mit „Die Stunde der Patrioten“ (mit Harrison Ford) einen Namen. Nun versucht er sich in einer Low-Budget-Produktion über eine wahre Begebenheit, die als eine der wichtigsten in der historischen Aufarbeitung Australiens gehandelt wird.

Auch wenn die Geschichte anfangs ein wenig an das Drama „The Magdalene Sisters“ erinnert, so erfährt man bald, daß es sich doch eher um eine Ausreißergeschichte und daher um einen Abenteuerfilm handelt.

Grandiose schauspielerische Leistungen der drei Mädchen – allen voran der ältesten, Everlyn Sampi, und natürlich von Kenneth Branagh tragen genauso zu einem gelungen Film bei, wie die ausgezeichnete Kamera und die vielen interessanten Naturaufnahmen des australischen Outback. Höchst passend erweist sich auch der Soundtrack des Ex-Genesis-Sängers Peter Gabriel, der einmal mehr beweist, daß er die einzig richtige Wahl für Ethno ist.

Als unbefriedigend darf nur der Charakter des eingeborenen Jägers Moodoo definiert werden. Von ihm und den Beweggründen seines Handelns erfährt man viel zuwenig. Negativ ist auch die Vorhersehbarkeit der grundsätzliche Geschichte, die ein wenig die Spannung nimmt. Dafür wird man aber mit einem emotionalen „Finale Furioso“ entschädigt.

„Long Walk Home“ ist ein bildgewaltiges Abenteuer, daß nicht nur die Herzen von Müttern und Menschenrechtlern höher schlagen lassen wird, sondern alle überzeugen wird, die ein Herz in ihrer Brust tragen.

Wertung: 8 von 10