Titel: Wickie und die starken MännerLand: D
Original Titel: Wickie und die starken MännerJahr: 2009
Alternativ Titel: Vicky the Viking Länge: 85 min
Ö-Kinost.: 2009-09-11
Genre: Abenteuer-Action 
Regie:
Darsteller:
 
Inhalt:

Die Wikinger sind von Natur aus starke, unerschrockene und laute Gesellen. Wickie (HÄMMERLE) jedoch ist ganz anders: zurückhaltend und zart besaitet. Doch er besitzt eine Gabe, die kaum einer seiner Mitwikinger hat: er ist schlau, um nicht zu sagen: sehr, sehr schlau - und überzeugt mit Ideen frei nach dem Motto "Köpfchen geht über Kraft!" Eines Tages wird das Dorf von einer skrupellosen Horde wilder Fremder mit Angst einflößenden Drachenmasken heimgesucht und gnadenlos überfallen. Die allergrößten und liebsten Schätze der Dorfbewohner werden geraubt: nämlich ihre Kinder! Alle, bis auf Wickie, der sich – Glück im Unglück – beim Drachenfliegen in einem Baumwipfel verheddert hatte. Wickie, sein Vater Halvar (KOBUS) und die anderen Wikinger aus Flake hissen die Segel, um die Kinder zu befreien...

Kritik:

"Hey, hey, Wickie - hey Wickie, hey... SIE FASST das Segel an!", so würde die Titelmelodie einer der erfolgreichsten Zeichentrickserien lauten, wenn man Christoph Maria Herbst, der im Film den Pokka spielt, Glauben schenkt. Der vor allem als schrulliger Stromberg aus der gleichnamigen TV-Serie bekannte Komiker, wunderte sich tatsächlich, warum Wickie mit einem Jungen besetzt wurde. Ob seiner Fehlinterpretation des Songs (in Wirklichkeit natürlich "zieh fest das Segel an"), glaubte er als Kind nämlich immer, Wickie wäre ein Mädchen. Doch Bully zerstreut im Interview mit der Werner Movie World alle Zweifel: "Es gibt eine im deutschen Fernsehen niemals gezeigte Szene in einer Folge, wo Wickie mit zwei Delphinen um die Wette schwimmt. Dort ist er nackt und man kann ganz deutlich erkennen, dass ER ein Junge ist!"

Bully und die starken Männer.
Nachdem Bully die ursprüngliche Version des Drehbuches rundweg abgelehnt hatte, da sie ihm zu wenig ernsthaft war, hat er sich selbst daran gemacht ein solches zu schreiben. In Vorbereitung sah er sich nochmal alle 78 Folgen an und suchte die nettesten Szenen und Handlungsstränge heraus. Anstatt die Rollen mit bekannten Gesichtern zu besetzen, hat er außerdem die Casting-Show "Bully sucht die starken Männer" auf Pro7 ins Leben gerufen. Über sechs Folgen hinweg wurden so die gesamten Hauptdarsteller gefunden.

Retro-Feeling kommt auf!
Was dabei raus gekommen ist, kann sich wahrlich sehen lassen. Mit viel Feingefühl hat es Michael Herbig perfekt verstanden, die Legende neu aufleben zu lassen. Den Stoff zu überzeichnen, oder durch den Kakao zu ziehen - wie es Bully beispielsweise leider bei "Lissi" schon gemacht hat -, wäre bestimmt der falsche Weg gewesen. Wickie gibt auch so schon genügend her. Filme wie "Die Daltons gegen Lucky Luke", "Clever & Smart" oder der letzte Aufguss von "Asterix" haben vorgezeigt, wie man es NICHT macht. "Wickie" hingegen orientiert sich so weit wie möglich an der Originalserie und wird sowohl die Fans von früher zufrieden stellen, als auch neue Anhänger dazu gewinnen.

Fazit:
Wer Bully nach seinen immer schwächer werdenden Filmen bereits abgeschrieben hatte, wird nun eines besseren belehrt. "Wickie und die starken Männer" ist qualitativ der bisher beste Film des Ausnahmeblödlers.

-> Review by Highlander

Wertung: 8 von 10