Titel: SeedLand: CND
Original Titel: SeedJahr: 2007
Alternativ Titel: nicht vorhanden Länge: 90 min
Ö-Kinost.: n. n. b.
Genre: Horror-Thriller 
Regie: Uwe Boll: PostalSchwerter des KönigsFar CryAlone in the DarkBloodrayne
Darsteller: Michael Paré: BloodrayneFar CryVirgin Suicides, The
Will Sanderson: 
Ralf Möller: Pudelmützen RambosPathfinder - Fährte des KriegersFar CryPostalScorpion KingGladiator
Andrew Jackson: 
Michael Eklund: 88 Minutes
 
Inhalt:

Der psychisch gestörte Serienkiller Seed (SANDERSON), der seine Opfer zumeist pestialisch verenden lässt, wird geschnappt und zum Tode verurteilt. Durch einen defekten Elektrischen Stuhl stirbt der Mörder auch beim zweiten Tötungsversuch nicht. Da er laut Gesetz nach dem dritten Versuch freikommen müsste, entscheiden sich die anwesenden Herren, Seed einfach für Tod zu erklären und ihn lebendig zu begraben. Doch Seed schafft es, sich aus seinem Grab zu befreien und nimmt nun blutige Rache an seinen Henkern…

Kritik:

Gleich zu Beginn des Films sieht man sich mit einer Warnung konfrontiert, dass der Film auch reale Szenen beinhaltet. Das verstärkt die Wirkung der einzelnen Szenen natürlich noch, da man nie genau weiß, was real ist und was gestellt. Fast dokumentarisch verfolgt man die Videoaufnahmen des Serienkillers – im Zeitraffer verendet eine Küchenschabe, wird von Maden zerfressen und zersetzt sich. Danach passiert das Gleiche mit einer Ratte. Doch es wird noch eines drauf gesetzt und man sieht, wie dieses Schicksal einen kleinen süßen Kuschelhund ereilt, dann ein unschuldiges Baby und schließlich verhungert eine erwachsene Frau vor laufender Kamera. Was will uns der Regisseur damit sagen? Will er uns die Vergänglichkeit des Lebens vor Augen führen, oder einfach nur schockieren? Wohl eher letzteres, da es sich bei „Seed“ keinesfalls um eine um eine Sozialstudie handelt, sondern schlicht um einen düsteren Schocker. „Seed“ ist ein weiter Puzzlestein, der als logische Folge von Filmen wie „Saw“, „Texas Chainsaw Massacre“ oder den Streifen von Rob Zombie zu sehen ist.

Atmosphäre und Spannung.
Es folgt die Jagd nach dem Killer, die als brutale Zehn-kleine-Negerlein-Geschichte dargestellt wird. Ein Polizist nach dem anderen beißt dabei ins Gras. Das Bild ist gewollt dunkel gehalten. Die Szenen spielen in der Nacht. Taschenlampen wecken (vermutlich gewollt) Erinnerungen an die Genre-Referenz „Sieben“. Die Handlung der Geschichte ist äußerst simpel und durchsichtig. „Seed“ besitzt jedoch Atmosphäre und ein hohes Maß an Spannung. Auch die Musik fügt sich gut ins Gesamtbild.

Gute Spezialeffekte.
Man kann an der Regiearbeit von Uwe Boll durchaus Fortschritte erkennen. Gewisse Anfangsfehler seiner letzten Streifen begeht er nun nicht mehr – und das liegt nicht nur an den wesentlichen höheren budgetären Mitteln, die er mittlerweile zur Verfügung hat. Boll versucht einige Stilmittel einzusetzen. So zeigt er uns etwa das Gesicht des Killers zu keiner Zeit, oder legt über den gesamten Film einen starken Filter, der das Bild fast schwarz-weiß anmuten lässt. Sogar seinen ehemaligen Schwachpunkt, die Spezialeffekte (siehe „Bloodrayne“) hat Uwe Boll diesmal recht gut in den Griff bekommen. Gegen Ende Films gibt es beispielsweise eine ziemlich interessant gemachte, lange Szene ohne einen einzigen Schnitt, bei der Seed den Kopf einer älteren Dame mit einem Hammer nach und nach zu Brei schlägt – „Irreversible“ lässt grüßen.

Fazit:
„Seed“ ist der Name eines Serienkillers – einer Mischung aus Jason Voorhees und Mike Myers. Aber Achtung: Der Streifen ist ziemlich starker Tobak – nix für zart Besaitete.

-> Review by Highlander

Wertung: 6 von 10