Titel: Star TrekLand: USA
Original Titel: Star TrekJahr: 2009
Alternativ Titel: Star Trek XI / Star Trek 11 / Star Trek: Zero Länge: 126 min
Ö-Kinost.: 2009-05-08
Genre: Sci-Fi-Action 
Regie: J.J. Abrams: Mission: Impossible 3
Darsteller: Chris Pine: Zum Glück geküsst
Zachary Quinto: 
Eric Bana: Schwester der Königin, DieGoldene Kompass, DerGlück im SpielMünchenTrojaHulkBlack Hawk Down
Winona Ryder: SimoneTen, TheSex and Death 101Scanner Darkly - Der dunkle Schirm, AMr. DeedsLost Souls - Verlorene SeelenEs begann im September
Zoe Saldana: DrumlineAvatar - Aufbruch nach Pandora8 BlickwinkelGuess Who - Meine Tochter kriegst du nichtTerminalNot a GirlCenter Stage
Karl Urban: RunPathfinder - Fährte des KriegersDoomBourne Verschwörung, DieRiddick - Chroniken eines Krieges
John Cho: Air I Breathe, TheHarold & Kumar
Simon Pegg: Shaun of the DeadNew York für AnfängerRun, Fatboy, RunHot Fuzz - Zwei Bad Boys räumen aufMission: Impossible 3
Anton Yelchin: Terminator - Die ErlösungCharlie BartlettAlpha DogHearts in AtlantisIm Netz der Spinne15 Minuten Ruhm
Bruce Greenwood: Stürmische LiebeI'm Not ThereVermächtnis des geheimen Buches, DasDéjà Vu - Wettlauf gegen die ZeitCapoteAntarctica - Gefangen im EisAlle lieben JuliaI, Robot - Fehler im SystemHollywood CopsBelow - Da unten hört dich niemand schreien13 DaysDoppelmord
Jennifer Morrison: GrindDüstere Legenden 2
Rachel Nichols: Amityville Horror, TheDumm und dümmerer
Ben Cross: Order, The (2001)Mechanik, TheExorcist: Der AnfangMeine Schwester das Biest
Leonard Nimoy: Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt
 
Inhalt:

Bei einer Raumschlacht gegen einen technisch total überlegenen romulanischen Kreuzer opfert George Kirk sich und sein Raumschiff, die Kelvin, um das Leben von hunderten Menschen zu retten. Darunter auch seine Frau, die mitten in der Schlacht einen Sohn zur Welt bringt. Sein Name: James Tiberus. Nun muss Kirk (PINE) jedoch ohne Vater aufwachsen und gerät ständig mit dem Gesetz und seinen Mitmenschen in Konflikt. Erst Captain Christopher Pike (GREENWOOD) gelingt es, ihm den Kopf gerade zu rücken und ihn bei seiner Ehre zu packen. Gemeinsam mit seinem besten Freund Leonard McCoy (URBAN) besucht er die Sternenflotten Akademie. Just bei der Abschlussprüfung – erfunden vom Vulkanier Spock (QUINTO) – wird er beim Schwindeln erwischt und suspendiert. Durch einen Trick gelingt es McCoy aber doch, Kirk bei seinem ersten Einsatz auf die Enterprise zu schmuggeln. Mit an Bord ist außerdem noch Spock, der es Kirk sehr übel nimmt, dass er bei dessen Test betrogen hat. Doch Kirk wird einen Weg finden, wie er Captain Pike seine Fähigkeiten beweisen kann – noch bevor es zum Kampf mit genau dem romulanischen Kreuzer kommt, der für den Tod seines Vaters verantwortlich ist…

Kritik:

Am 8. September 1966 flimmerte die erste „Star Trek“-Folge über die US-amerikanischen TV-Geräte. Der erste deutsche Fernsehsender, der jemals „Raumschiff Enterprise“ spielen durfte, tat dies allerdings erst knapp sechs Jahre (!) später. Was folgte war damals noch nicht einmal im Ansatz abzusehen: Fünf komplette Serien (drei davon liefen ganze sieben Staffeln lang), zehn Kinofilme und Millionen von Fans (Trekkies) weltweit. Doch irgendwie schien nach dem genialen achten Kinofilm, „First Contact“ (1996), die Luft aus dem Franchise draußen zu sein. „Der Aufstand“ markierte 1998 den Tiefpunkt und selbst das lange Warten auf „Nemesis“ (2002) lohnte nicht wirklich. Mit „Enterprise“ hatte man jedoch eine ausgezeichnete Serie am Start, die weit unter ihrem Wert geschlagen wurde und auf ihrem Höhepunkt – nach der vierten Staffel – aus dem Programm genommen wurde. Es schien so, als ob besonders die Jugend keinen Bezug mehr zur „Star Trek“-Welt bekommen würde.

Star Trek Begins!
Wenn man also nicht aufgeben wollte, musste man genau hier ansetzen und neue Fans gewinnen, auch wenn das den Bruch einiger Tabus bedeutete. Man ließ sich also sehr lange Zeit um den Markt zu studieren und etwas zu bringen, dass erfolgversprechend war. Und das zahlte sich aus. „Batman Begins“ und „James Bond – Casino Royale“ gaben ganz klar die Marschrichtung vor: Man musste sich selbst neu erfinden und das Franchise von vorne beginnen. Außerdem musste man neue, hippe Darsteller finden und ein Regie- und Produzententeam, das es drauf hatte, die Jugend anzusprechen. Allen voran konnte man mit J.J. Abrams als Speerspitze genau den richtigen Wunderwutzi engagieren, der damit seiner großen Stärke (TV-Serien) treu bleibt: Nach „Alias“ und „Lost“ hat er bei „Mission: Impossible III“ Regie geführt, einer Filmserie, die ebenfalls von einer TV-Serie abstammt („Kobra, übernehmen Sie“).

Startverschiebung.
Angepeilt war ein Kinostart zu Weihnachten 2008. Da sich die Filmverleihfirma Paramount aber im Frühling bessere Chancen ausrechnete, wurde der Termin kurzerhand um knapp fünf Monate nach hinten verschoben – ähnlich agierte später auch Warner bei „Harry Potter 6“. Ein Faktum, das Abrams nicht wirklich freute. Er lieferte den fertigen Film rechtzeitig ab und musste sich nun noch einige Monate gedulden um endlich die Lorbeeren dafür ernten zu dürfen. Gut also, wenn man als Trekkie zusätzlich noch Journalist ist; so hat das lange Warten schon einen Monat vorher ein Ende und man darf bei der Gala-Premiere auch noch den Hauptdarstellern die Pfote schütteln. Aber soviel sei vorweg verraten: Diesmal hat sich das Warten nicht nur für Abrams, sondern bestimmt für alle Fans und solche, die es noch werden wollen, gelohnt…

Zeitreise.
Man kreierte also einen Film, der zeitlich irgendwo zwischen der letzten „Enterprise“-Serie und der ersten Kirk-Folge spielt. Um aber nicht ständig aufpassen zu müssen, allerlei Fakten aus der bisherigen „Star Trek“-Welt zu vermischen, zu verdrehen oder gar die Zeitlinie durcheinander zu bringen, entschied man sich zu einen logischen, wenn auch drastischen Schritt. Wie bereits in „Auf der Suche nach Mr. Spock“ oder auch „Zurück in die Gegenwart“, bediente man sich einer Zeitreise, die in diesem Fall alles verändert und die Zukunft ganz neu schreiben lässt. Dadurch hat man auch für zukünftige Filme – eine Fortsetzung ist bereits für 2011 geplant – haufenweise Handlungsspielraum. Und, ohne zu viel verraten zu wollen, diesen Spielraum nimmt man sich auch. Fans der Vulkanier werden in jedem Fall keine Freude mit den Drehbuchautoren haben! ;-)

Kabumm!
Inszeniert wurde der Film auf jeden Fall am letzten Stand der Technik und die Weltraum-Szenen sehen grandios aus. Überhaupt hat man so viel Action noch in keinem „Star Trek“-Abenteuer gesehen. Es kracht und bummst an allen Ecken. Und genau hier liegt auch der Hauptkritikpunkt: Viel gute Action ist ja keineswegs ein Fehler – hier wurde aber nicht gekleckert, sondern definitiv zu stark geklotzt. „Star Trek“ war immer eine Serie, die für ihre philosophischen Hintergründe und Messages zwischen den Zeilen bekannt war. Davon ist hier absolut nichts mehr zu merken. Man hat es diesbezüglich gut gemeint, aber klar über das Ziel hinaus geschossen. Zweiter Kritikpunkt sind einige Übertreibungen im Drehbuch: Ja, James Tiberus Kirk war immer schon ein Rabauke. Aber muss er denn wirklich in jeder Szene mit irgendjemandem im Clinch liegen? Außerdem wirkt die Liebesbeziehung zweier Hauptfiguren (wer, wird nicht verraten) sehr unglaubwürdig. Es wirkt als hätte man sich nach Abschluss des Drehbuches gedacht „So, eine Liebesgeschichte fehlt noch… wen nehmen wir denn da?“

Beam me up, Scotty!
Mit den Schauspielern gelang es, einen Generationenwechsel einzuleiten. Es wurden eigentlich alle zusammen sehr gut ausgewählt. Die meisten davon kennt man bereits aus einigen Filmen, in denen sie in der zweiten oder dritten Reihe gestanden haben. Die meisten sehen ihren Vorbildern sogar entfernt ähnlich. Genial besetzt sind zum Beispiel Simon Pegg als Scotty oder Bruce Greenwood als Pike. Unter seinem Wert wird allerdings Ex-Hulk Eric Bana geschlagen, der als Bösewicht Nero kaum zu erkennen ist.

Fazit:
JA! „Star Trek“ ist zurück!!! Und wie… J.J. Abrams gelingt es, etwas ganz Neues und Hippes zu kreieren, ohne dadurch die Würde der alten Generation zu verletzen. Er startet die Serie mit Respekt aber ohne zu viel Ehrfurcht neu. So werden wir uns noch einige Jahrzehnte daran erfreuen können, wenn wir hören: „Der Weltraum – unendliche Weiten…“

Wertung: 9 von 10