Titel: Sturz ins LeereLand: GB
Original Titel: Touching the VoidJahr: 2003
Alternativ Titel: nicht vorhanden Länge: 106 min
Ö-Kinost.: 2004-08-20
Genre: Dokumentation 
Regie: Kevin Macdonald: Letzte König von Schottland, Der
Darsteller: Brendan Mackey: 
Nicholas Aaron: 
Ollie Ryall: 
Joe Simpson: Hannibal Rising - Wie alles begann
 
Inhalt:

Juni 1985: Joe Simpson (MACKAY) und Simon Yates (AARON) planen die Erstbesteigung des 6356 Meter hohen Siula Grande in den peruanischen Anden über die kerzengerade und extrem schwierige Westwand. Es gelingt ihnen tatsächlich. Doch beim Abstieg kommt es zu einem folgenschweren Unglück, bei dem sich Joe das Knie zertrümmert. Simon will seinen Freund nicht zurücklassen und versucht ihn unter diesen extremen Bedingungen ins Tal zu bringen. Doch dann stürzt Joe ohne Sicherung in die Tiefe...

Kritik:

In halbdokumentarischer Form erzählt der Oscarpreisträger Kevin Macdonald über die Vorgänge in jenen Tagen vor 20 Jahren. Dabei läßt er als Rahmenhandlung die Schauspieler Aaron und Mackey aus den Erinnerungen von den beiden Betroffenen von damals erzählen. Dazwischen sieht man dann die Handlung nachgestellt. Es gelingt Macdonald dabei nicht nur, extreme Spannung zu erzeugen, sondern auch eine glaubwürdige, realistische Handlung zu inszenieren.

Der Film soll nicht nur die schmale Randgruppe der Bergsteiger ansprechen – er ist für ein breites Publikum gemacht. So setzt der Regisseur nicht auf Fachsimpelei, sondern zeigt auch mal die wundervolle Gebirgslandschaft oder die beiden Akteure in akrobatischen Hochleistungen. Einziger Maluspunkt des Films ist das Faktum, dass er sich nicht genügend mit dem Umstand auseinandersetzt, dass Simon damals seinen Kumpel im Stich gelassen hat. Das war seinerzeit schließlich DER Aufhänger für alle Bergsteiger und Medien.

„Touching the Void“ ist ein spannender, halbdokumentarischer Film, der nicht nur (aber auch) Bergsteiger faszinieren wird. Ein unterhaltsamer Abend für alle Naturverbundenen ist gewiß.

Wertung: 8 von 10